Jamei: Der Käse, seine Qualität und der Geschmack stehen im Vordergrund
Lebensmittel

Regionale Spezialitäten machen Appetit – und sind wirtschaftlich und kulturell die Treiber der bayerischen Ernährungswirtschaft.

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Innovative Weine, außergewöhnliche Biere. Deftig-bodenständige Gerichte wie Schweinshaxen, Regensburger, Brezn oder Käsespätzle. Raffinierte Fine-Dining Kreationen vom Sternekoch aus heimischen Wäldern und Gewässern: Bayerische Schmankerl und Spezialitäten sind heißgeliebter Bestandteil der bayerischen Kultur.

Doch Essen und Trinken ist nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich ein echter Erfolgsfaktor im Freistaat: Mit rund 100 Milliarden Euro Jahresumsatz gehört die Land- und Ernährungswirtschaft zu den umsatzstärksten und mit über 700.000 Arbeitsplätzen zu den beschäftigungsintensivsten Branchen des Freistaats.

Warum die Branche so erfolgreich ist? Weil sie wie Bayern insgesamt traditionell und doch anders ist. Auch hier überzeugt die gelungene Kombination aus Tradition mit hochmodernen Herstellungsverfahren und jeder Menge Innovationsgeist. Das führt unter anderem dazu, dass bayerische Produkte auch im Ausland großen Appetit wecken – die Nachfrage ist enorm, was durch die geschützte Herkunftsbezeichnung vieler Erzeugnisse noch zusätzlich unterstützt wird.

Wenn Sie Ihr Branchen-Event in Bayern organisieren, können Sie also nicht nur auf Expertise und spannende Netzwerke bauen, sondern sich auch auf exzellente Verpflegung freuen – für eine erfolgreiche Veranstaltung bekanntlich nicht ganz unwichtig.

Bier: Business meets Kultur

Die Getränkewirtschaft ist einer der zentralen Zweige der bayerischen Ernährungswirtschaft. Kaum verwunderlich, denn mit rund 40 verschiedenen Biersorten sowie sage und schreibe 4.000 Markenbieren ist Bier nicht nur ein bayerisches Markenzeichen, sondern hat auch die höchste wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung in diesem Sektor. Fast 70 Prozent aller deutschen Biermarken sind somit im Freistaat zuhause.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern weist der Freistaat Bayern außerdem mit Abstand die meisten Braustätten auf – aktuell sind es 626. Tendenz? Steigend! Mehr als ein Viertel aller Brauereien sitzt in Oberfranken, wie etwa die Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG in Bayreuth oder die Biobrauerei Riedenburger Brauhaus in Riedenburg. Auch in Oberbayern und Schwaben sind viele bekannte Brauereien zuhause, wie die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan oder das Allgäuer Brauhaus in Kempten. Nicht zu vergessen die Oktoberfeststadt München, wo traditionsreiche „Big Player“ wie Paulaner und Löwenbräu, die Kultmarke Augustiner aber auch lokale Craftbier-Label wie Giesinger ihre Biere sieden.

Grundlage für die reiche Vielfalt der Biersorten ist nicht nur die Liebe der Bayern zum Gerstensaft, sondern auch unermüdliche Forschung und Weiterentwicklung, wie sie unter anderem an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, an der TUM School of Life Sciences oder im Werk Steinecker der Krones AG, einem weltweit operierenden Unternehmen für Brauereitechnik, betrieben werden.

Mindestens genauso wichtig für die Spitzenqualität der bayerischen Biere sind aber die regionale Verarbeitung und die hohe Qualität der verwendeten Rohstoffe. Der Hopfen zum Beispiel kommt aus den weltweit bekannten bayerischen Anbaugebieten Hallertau und Spalt, in denen fast ein Drittel der Hopfenfelder der ganzen Welt liegen! Bayerische Brauereien können also auf eine regionale Rohstoffquelle von höchster Qualität zurückgreifen.

Bierbrauer Markus Hoppe
Hopfenanbau in der Hallertau

Deutschlands üppig gefüllte Speisekammer

Vielseitigkeit und hohe Rohstoffqualität zeichnen aber auch die restliche bayerische Ernährungswirtschaft aus. Fast 20 Prozent des gesamtdeutschen Umsatzes der Ernährungswirtschaft werden in Bayern erwirtschaftet, wo fast jeder dritte Betrieb der Branche steht. Die wichtigste Rolle spielt mit 9,8 Milliarden Euro Umsatz die Milchwirtschaft, wie der typische Anblick gemütlich wiederkäuender Kühe auf den bayerischen Weiden bereits vermuten lässt.

Das gefällt auch im Ausland: Kein anderer Sektor in der Ernährungsbranche exportiert so viel wie die Milchwirtschaft. Vor allem bayerischer Käse ist international äußerst beliebt. Kein Wunder, dass zu den Top-Playern der bayerischen Lebensmittelbranche Käse- und Molkereiunternehmen wie die Molkerei Edelweiss, die Stegmann Emmentaler Käsereien, Bauer, Meggle, Alpenhain oder die Bergader Privatkäserei zählen.

Im Übrigen kocht, backt, schlachtet und keltert das bayerische Ernährungshandwerk vor allem in dezentralen klein- und mittelständischen Unternehmen. Auch Konditoren, Metzger, Brauer, Weinküfer, Mälzer und Müller leisten ihren Beitrag zum Florieren des Sektors.

Es wird aber nicht nur produziert, sondern auch kräftig geforscht in der Branche – und dies vor allem mit Blick auf die steigende Nachfrage nach Bioprodukten. Mit Hilfe der 2013 vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gegründeten Initiative BioRegio2030 wurden zahlreiche staatlich anerkannte Öko-Modellregionen geschaffen, die bereits jetzt Vorreiter im ökologischen Landbau sind. Sie haben erheblich dazu beitragen, dass die Bio-Produktion von Lebensmitteln in Bayern bis zum Jahr 2020 verdoppelt werden konnte.

Mehr Bayerische Branchenvielfalt

Bayern ist in vielen Branchen ganz oben. Von Health und Life Sciences über IT bis hin zu Finanzdienstleistungen – erfahren Sie, wo Sie auf die geballte Branchenkompetenz und die Big Player des Marktes treffen. 

Energie und Umwelt

Energietechnik, Umwelttechnik, Land- und Forstwirtschaft sind in Bayern Schlüsselfaktoren, um ressourcenschonend zu wirtschaften.

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IKT und Digitalisierung

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Digitale Zwillinge, lernfähige Maschinen und feinfühlige Roboter: Die IKT und Digitalisierung gehören zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Bayerns.

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Produktion und Materialien

Neue Materialien sind die Basis für die Umsetzung innovativer Produktideen und Basis aller Produktionsprozesse. Bayern ist hier ganz vorne dabei.

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Health und Life Sciences

Bayern: Wo die Big Player der Pharmaindustrie sitzen, wo Biotechnologie entwickelt und in den Ausbau der Gesundheits-Infrastruktur investiert wird.

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Mobilität

Bayern ist Heimat zahlreicher Global Player aus Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie. Vernetzt sind alle durch eine bestens aufgestellte Logistik.

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Forschung und Bildung

Ohne Bildung und Forschung kein Fortschritt! In Bayern sind herausragende Hochschulen und international renommierte Forschungseinrichtungen ansässig.

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Finanzdienstleistungen

Bayern zählt nicht nur zu den weltweit führenden Versicherungsstandorten. Hier gibt es auch mehr Banken als irgendwo sonst in Deutschland.

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MICE-Expertentalk Peter Kammerer - IHK München Oberbayern

Im Gespräch mit Peter Kammerer

Als stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern steht Peter Kammerer im ständigen, direkten Austausch mit der bayerischen Wirtschaft. Im Interview verrät er, was Bayern in seinen Augen als MICE-Destination so besonders macht. 

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